Posts tagged ‘Sauerland’

23. Mai 2014

Was ich bin

Ich bin Brilon-Walder, weil ich hier groß geworden bin, Freunde gefunden habe und eine wundervolle Kindheit verbringen durfte.
Ich bin Briloner, weil ich nun hier wohne und lebe. Und das gerne.
Ich bin Sauerländer, weil ich die großartige Landschaft und die Leute liebe.
Ich bin NRWler, weil wir alle irgendwie jeck sind.
Ich bin deutsch, weil ich das Glück hatte in diesem Land geboren worden zu sein, anstatt in einem Kriegsgebiet oder so aufwachsen zu müssen. Und nur deshalb.
Ich bin Europäer, weil ich die Vielfalt auf diesem kleinen Kontinent liebe.
Ich bin Mensch, und das ist mir am wichtigsten.

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1. April 2013

Bilderpost: Sonnenuntergang über Brilon

2. Dezember 2012

Der Winter ist da!

Endlich hat es geschneit. Und da ich sowieso durch Brilon laufen musste, habe ich mir spontan meine Kamera geschnappt und ein wenig rumgespielt.

SONY DSC

14. April 2012

Du bist Otto!

Du bist Otto

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16. März 2012

Ich bin ein untypischer Pirat!

Ich bin untypisch!

Ich bin Mitglied der Piratenpartei. Ein „typischer“ Pirat ist laut Medien männlich, IT-Berufler, gegen Hochzeiten, absolut gegen Schützenvereine und wohnt in einer Groß- oder zumindest Studentenstadt.

Das bin ich nicht. Ok, ich bin männlich. Das war’s aber auch schon.

Ich habe keinen technischen Beruf, ich bin Holzbearbeitungsmechaniker. Ich arbeite also in der produzierenden Industrie. Dieser Zweig wird in der Umfrage des Kegelklubs noch nicht einmal aufgeführt. Ich habe zwar großes Interesse an Computern und Technik, allerdings nur als Hobby. Wer an Piraten denkt – also im politischen Sinn ;) – der denkt wahrscheinlich an einen „Nerd“, der den ganzen Tag vor dem PC arbeitet. Das bin ich nicht.

Als Julia Schramm ihre Verlobung mit Fabio Reinhardt bekannt gegeben hat, gab es einen Aufschrei – vor allem aus Berlin. Hochzeiten seien ja total veraltet und unmodern. Als ich das gelesen habe, wusste ich nicht mehr, ob ich lachen oder mich fremdschämen soll. Was bitte soll an Hochzeiten veraltet sein? Ist es falsch sich auf diese Art zu zeigen, dass man sich liebt? Meiner Meinung nach, soll das jede(r) selbst entscheiden und wer sich zu diesem (hoffentlich mit gehörigem Respekt durchdachten) Schritt entscheidet, dem sollte man gratulieren.

„Schützenvereine, die Wurzel alles Bösen, in Haufen betrunkener Waffennarren, ewig Gestrige, ein Verein für Homophobiker und Frauenfeindliche.“ Glaubt man den Vorurteilen der Blöd-„Zeitung“ und einiger Großstadt-Piraten, sollte ich nicht nur als Pirat einen großen Bogen um Schützenvereine machen. Mache ich aber nicht. Nicht nur, dass ich sein 10 Jahren Mitglied bin, seit kurzem bin ich sogar im Vorstand. Denn für mich bedeutet der Schützenverein vor allem Gemeinschaft, Spaß und Heimat. Natürlich gefällt mir nicht alles. Den Beschluss, dass homosexuelle Könige nicht neben ihrem Partner marschieren dürfen verurteile ich zum Beispiel total. Aber dieser Beschluss ist ja auch nur für bestimmte Vereine eines Verbands. Mein Verein hat damit zum Beispiel nichts zu tun. (Und ich würde mich auch definitiv dagegen einsetzen!)

Ich wohne nicht in Berlin, Köln oder Aachen, ich wohne im Sauerland. Und damit in einem Kreis, in dem bis auf wenige Ausnahmen die Rathäuser nur von CDU und SPD besetzt sind. Hier bin ich nicht einer von vielen, bin nicht Teil einer großen Gruppe. Hier kann ich nicht mit einer großen Gruppe arbeiten, hier muss ich locker mal 100 km fahren, um mich mit anderen Piraten zu treffen.

Und doch sehe ich mich als Pirat. Denn den „typischen Piraten“ gibt es einfach nicht. Und das ist das schöne und zugleich schwierige an dieser Partei – jedes Mitglied ist ein Individuum und hat gleich viel zu sagen. Das macht es zwar schwierig ein Parteiprogramm und ähnliches zu verabschieden, aber das ist eben das Prinzip der Piratenpartei: echte Demokratie.

Und da ich genau das möchte, bin ich irgendwie doch wieder ein typischer Pirat.

22. Februar 2012

Piraten im HSK, oder: alles wie am Anfang

Diesen Beitrag schrieb Daniel Wagner vor kurzem auf aOneStone. Er beschreibt darin recht gut, mit welchen Problemen die Mitglieder der Piratenpartei im Hochsauerland zur Zeit zu kämpfen haben:

Es ist erfreulich, dass wir hier im HSK von vielen Bürgerinnen und Bürgern Rückhalt für unsere Arbeit bekommen. Dennoch möchte ich einmal auf die Schwierigkeiten eingehen, die wir mit der Piratenpartei im Hochsauerlandkreis haben.

Die Piratenpartei im Hochsauerlandkreis existiert nur als sehr loser Verband. Es gibt einen Stammtisch und eine Crew, beide Institutionen betrieben von der gleichen Stammmannschaft aus drei Personen.Das heißt aber nicht, dass diese “Losigkeit” (so will ich es jetzt einmal nennen) nicht gewollt ist. Piraten machen Politik eben anders.

Man erwartet von uns, dass wir uns inhaltlich mit den täglichen Problemen des Hochsauerlandkreises auseinander setzen. Das versuchen wir auch zu tun, aber mit drei Personen, die die Piratenpolitik als Hobby betreiben nebenher die Schule besuchen oder arbeiten gehen, eine fast unlösbare Aufgabe. Noch bevor man etwas Vernünftiges ausgearbeitet hat, gibt es hierzu einen Beschluss und neue Themen kommen auf den Tisch.

Der Hochsauerlandkreis ist der größte Kreis in Nordrhein-Westfalen. Mit einer Stammmannschaft im Westen des Kreises schon schwierig den östlicher gelegenen Teil zu erreichen. Aber dort wird es bald einen Wanderstammtisch für geben.

Es werden teilweise enorme Erwartungen in uns gesteckt (Gedächtniszitat: “Ihr habt euch ja gar nicht zur Sekundarschule geäußert.”), die wir (noch) nicht erreichen können. Zur Sekundarschulenbildung in Arnsberg möchte ich auch nur etwas sagen, wenn die Basis darüber abgestimmt hat. Dennoch finde ich es schön, dass es Leute gibt, die in der Piratenpartei allgemein den Schwung zu einem neuen Verständnis der Demokratie sehen.

Und dann müssen wir uns ja auch noch intern sortieren, Stammtische und Kreismitgliederversammlungen organisieren, auf die Straße gehen und Infostände betreiben. Aber wir sind da und man wird uns bemerken. Gemäß dem Motto: “Klarmachen zum Ändern”.

Da ich ja selber im HSK wohne, kann ich diese Erfahrungen nur bestätigen. Vor allem die zu überwindenen Entfernungen sind hier ein großes Problem, denn schließlich ist erstreckt sich der HSK nicht nur über eine große Fläche, sondern beinhaltet auch nur mittelgroße Städte, wobei Arnsberg mit 74.000 Einwohnern (laut Wikipedia) noch die mit Abstand größte Stadt ist.

Andere Piraten findet man also in der Regel nicht mal eben um die Ecke.

Als ich vor einem halben Jahr aus Hildesheim wieder zurück ins Sauerland gezogen bin, habe ich lange Zeit sogar gedacht das einzige Mitglied der Piratenpartei im Sauerland zu sein. Dank Twitter traf ich dann aber zunächst auf die Piraten in Soest und kurz darauf auf Daniel.

Das Problem ist aber weiterhin die Entfernung; für ein Treffen mit den Arnsberger Piraten müsste ich mal eben knapp 50km fahren – pro Strecke! Daher findet die Kommunikation zZt. hauptsächlich elektronisch statt.

Die Erfahrung, dass man viel Rückhalt aus der Bevölkerung bekommt, kann ich hier in Brilon leider nicht bestätigen. Höchstens von jüngeren Bürgern. Von älteren wird man meist entweder schief angesehen oder belächelt. Und da viele junge Leute (für Studium, Beruf etc.) zumindest zeitweise aus Brilon wegziehen, steht man in erster Linie alten, konservativ wählenden Menschen gegenüber, denen es lieber ist, wenn alles so bleibt, wie es ist, und die von Dingen wie ACTA, INDECT und anderen Sachen noch nie etwas gehört haben, da die örtliche CDU und SPD kein Interesse zu haben scheinen ihre Wähler (und andere Bürger) zu informieren.

Daniel hat dies mal in einem anderen Artikel so beschrieben:

[…]das größte Problem ist die Transparenz – Sie existiert faktisch so gut wie nicht. Die CDU lässt sich beim Spielen nicht in die Karten schauen und das macht mir persönlich Sorgen.
Auch habe ich die Sorge, dass die Bürger gar nicht mehr wissen, wer hier was macht und wofür.

Beispiel: In meiner Heimatstadt Arnsberg gibt es keinen Ausschuss für Bürgerbeteiligung, es gibt keine Möglichkeit dem Rat sein Anliegen vorzutragen.

Pressestelle der Stadt Arnsberg am 30.01.2011 auf meine Anfrage hin:

“(…) einen eigenen Ausschuss für Bürgerbeteiligung gibt es in Arnsberg nicht.
Nach der Gemeindeordnung (§ 58 Abs.1 Satz 3 GO NRW) können Fragestunden für Einwohner in die Tagesordnung aufgenommen werden, wenn Einzelheiten hierüber in der Geschäftsordnung geregelt sind. Bisher ist in der Stadt Arnsberg auf ein Fragerecht von Einwohnern verzichtet worden, die Sitzungen finden prinzipiell öffentlich statt. (…)”

Lediglich die Möglichkeit mein Anliegen einer Fraktion vorzutragen existiert. Doch was, wenn ich mich von keiner Fraktion im Rat vertreten fühle? Gefühlt gibt es da weder Opposition noch Regierung. Wie läuft das denn in den anderen Städten im Kreis (Würde mich da gerne über eine Rückmeldung freuen)?[…]

Auch für mich ist die Briloner Lokalpolitik bisher noch sehr undurchsichtig und die Zeit sich dort hineinzuarbeiten fehlt mir leider. Daher müssen sich erst einmal Leute finden, die das Bundesprogramm unterstützen. Danach kann man auch hier vor Ort über Lokalpolitik nachdenken.
Im Prinzip herrschen hier also noch Zustände wie kurz nach der Gründung der Piratenpartei, aber davon lasse ich mich nicht unterkriegen, denn mit den richtigen Waffen, kann auch ein einzelner Pirat ein ganzes Schiff kapern! ;)

17. Mai 2011

Warum ich gerne mit der Bahn fahre

Ja, haltet mich ruhig für bekloppt. Vor 2 Jahren, als ein Freund in der FH eine Präsentation mit dem gleichen Thema hielt, habe ich das auch von ihm gedacht.

Damals hatte ich auch noch ein Auto und bin meist damit die 180km von Hildesheim ins Sauerland gefahren. Einfach, weil es mir bequemer schien.

Doch irgendwann begann ich zu rechnen: Ich habe eine Bahncard50, die mich dank des Studiums nur die Hälfte kostet, und fahre in Niedersachsen mit dem Semesterticket (welches so oder so bezahlt werden muss) im Nahverkehr gratis. Für das restliche Stück in NRW muss ich (seit der letzten Preiserhöhung) 11,30€ zahlen.

Als ich das letzte Mal (bei einem Spritpreis von ca. 1,30€) nachgerechnet habe, hat mich eine Fahrt mit dem Auto ca. 20,-€ gekostet.

Fixkosten, wie die Bahncard und Steuern/Versicherung habe ich bei beiden mal raus gelassen. Die zahle ich ja so oder so.

Ich fing also an, das Auto für die Strecke nur noch zu nutzen, wenn ich etwas großes zu transportieren hatte. Dabei sind mir die weiteren Vorteile aufgefallen:

  • Ich muss mich nicht mehr über den Verkehr ärgern
  • Ich versuche nicht mit Hängen und würgen 10 weitere Minuten auf der Strecke raus zu holen
  • Ich kassiere keine Strafzettel
  • Ich kann während der Fahrt lesen
  • Ich kann während der Fahrt twittern
  • Ich kann während der Fahrt bloggen

Doch der größte Vorteil war, dass ich, selbst wenn ich am Tag davor so richtig einen gehabt habe, mich einfach in den Zug setzen konnte und keine Angst haben musste erwischt zu werden oder gegen einen Baum oder noch schlimmer einen Menschen zu fahren. Damit habe ich höchstens die Leute gestört, die direkt in Riech-Weite saßen.

Und entgegen aller Erwartungen, habe ich bis auf eine patzige olle Kuh an Weihnachten bisher noch nie mit unfreundlichem Bahnpersonal zu tun gehabt. Ganz im Gegenteil, wenn man ihnen mit einem freundlichem Lächeln begegnet und sich an die Regeln hält (ein Ticket besitzen, sich im Zug benehmen etc.) hält, bekommt man fast immer auch ein Lächeln zurück. Die Leute machen schließlich auch nur ihren Job und freuen sich auch, wenn man sich nicht wie ein totaler Vollhonk benimmt.

Ok, ok. Ihr werdet jetzt nach den Nachteilen fragen. Die gibt es natürlich auch. Vielen wird jetzt die Unpünktlichkeit einfallen. Aber wenn ihr mal überlegt, welche Zeitschwankungen beim Autofahren auftreten können, kann man die „normalen“ Verspätungen, die meist nur 5-10 Minuten betragen, getrost vernachlässigen.

Ich habe bisher erst ein einziges Mal eine ernsthafte Verspätung gehabt: Weihnachten 2010. Und das war auch nur, weil ein Baum auf der Strecke lag. War ärgerlich, natürlich, hätte aber auch mit dem Auto passieren können.

Ein echter Nachteil ist dagegen der schwierige Transport von Gegenständen etc. Das ist halt so, da muss man dann mit leben. Transport kostet halt. Aber man gewöhnt sich dran.

Die meisten Nachteile ergeben sich in der Regel nicht durch die Bahn selber, sondern durch die Leute und das drum herum. Ein Getränke-Automat, der einen regelmäßig verarschen will ist so eine Sache.

Die Leute, die da mit einem fahren, sind da eine andere Sache. Wenn man einen Zug zu den Stoßzeiten erwischt hat, kann es schon mal ungemütlich werden. Das wird es aber auch auf der Straße. Auf meiner Strecke habe ich nur selten stehen müssen. Meist habe ich sogar 4 Plätze für mich. :)

Dann sind hin und wieder auch mal Leute dabei, bei denen man über Gewalt nachdenkt oder „fremdschämen“ noch untertrieben ist. Wer sich aber nachmittags RTL oder gar RTL 2 (dort gilt das für den ganzen Tag) ansieht, darf sich über die light Version im Zug nicht beschweren. Und manchmal ist es auch einfach lustig, wenn da jemand mit EdHary-Pulli und Asiletten sitzt.

Man kann aber auch sehr nette Leute kennen lernen. Dabei gilt das gleiche, wie beim Bahn-Personal: Immer freundlich sein, dann sind sie auch zu dir freundlich. :)

Wenn man sich also erst einmal daran gewöhnt hat, ist die Bahn gar nicht mehr so schlimm. Ich glaube, ich werde sie sogar fast vermissen, wenn ich demnächst nur noch sehr selten damit fahre.

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24. November 2010

Der Winter ist da!

Meine Mutter hat mir eine MMS geschickt. Wohl eher um mich zu ärgern, als mich zu informieren. Hier in Hildesheim ist es nämlich noch nicht so schön weiß, sondern einfach nur kalt und nass.

Schnee im Sauerland

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8. Oktober 2010

Mitbringsel aus der Heimat

Am Wochenende fahre ich mal wieder in die Heimat. Und das schönste daran ist, dass ich fast nie mit lehren Händen wieder nach Hildesheim fahren muss – Mama sei dank!
Diesmal freue ich mich ganz besonders, denn nachdem ich nun über 2 Jahre hier nach einem Bäcker gesucht habe, der ein ähnlich gutes Brot wie der, der zuhause jeden Dienstag vorgefahren kommt bäckt, habe ich die Suche nun aufgegeben und meine Mutter beauftragt mir ein solches Brot zu holen.

Manch einer wird sich jetzt denken „es ist nur ein Brot“, was auch richtig ist, es ist sogar nur ein Graubrot. Also eigentlich nichts besonderes. Aber es schmeckt nicht nur gut, es ist auch schön lange haltbar – ohne künstliche Konservierungsstoffe! Während ich hier schon des öfteren erleben durfte, wie ein Brot schon nach wenigen Tagen schimmelig oder viel zu trocken wurde, hat es dieses Brot bisher noch nie solche Probleme gemacht. Auch nach einer Woche hat es noch nie einen grünen Schimmer gehabt. Wie lange es wirklich haltbar ist konnte ich noch nie testen – spätestens nach einer Woche war es aufgegessen.

Es wird auch nicht wirklich alt, denn wenn es mal nicht mehr so frisch und locker ist, wie am ersten Tag, schmeißt man es einfach kurz in den Toaster und hat – zack – eine Scheibe Brot, die wie frisch gebacken schmeckt. Kann es was schöneres geben? ;)

Ach ja, auch einfrieren ist kein Problem, es schmeckt danach immer noch frisch.

Jetzt hab ich Hunger bekommen… erstmal ein Brot schmieren. :)

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