Posts tagged ‘Piraten’

23. September 2013

Hauptsache euch geht’s gut! [explicit language]

Achtung: In diesem Artikel werde ich fluchen. Verfickt nochmal ordentlich fluchen!

„Was macht die Partei, Pirat?“ Blöde Frage. Heute mal wieder öfter gehört. Keine Ahnung, welche Antwort man darauf erwartet. Wie wäre es mit „Gut, alle sind gesund, manche haben Kopfschmerzen von gestern.“ oder „Hat Rücken.“? Ernsthaft, ich bin es leid solche Fragen zu beantworten.

Wenn ihr meine Meinung zum Wahlausgang gestern wissen wollt, dann fragt doch auch danach. Wenn ihr euch nur lustig machen wollt, dann leckt mich am Arsch!

Meine Meinung zu gestern lässt sich so zusammenfassen: Ich kann’s nicht verstehen!

Und dabei geht es mir noch nicht einmal um die 2,2% der Piratenpartei. Klar, ich hätte mehr erwartet und bin alles andere als zufrieden damit – und schon gar nicht erfreut darüber. 2,2% sind definitiv zu wenig. Auch im konservativen Sauerland. Da tut es mir wirklich leid für all diejenigen, die sich Wochen und Monate lang fast jede freie Minute für den Einzug in den Bundestag abgekämpft haben. Jetzt müssen wir bei uns selber schauen, woran es gelegen hat. Wo Fehler gemacht wurden und wie man die vermeiden kann. Ich werde da jetzt keine wilden Beschuldigungen aussprechen. Das übernehmen ja leider schon genug andere. Ich wüsste nur gerne, warum wir im HSK schon wieder nur einen Teil der Werbemittel hatten. Und auch noch viel zu wenige.

Auch für unseren Direktkandidaten Julius tut es mir leid. Er hätte auf jeden Fall mehr als 2,19% verdient gehabt!

Stattdessen habt ihr wieder diesen Sensburg gewählt. Sogar mit noch mehr Stimmen als 2009. Wofür?

Dafür, dass er „den Schützenvogel gerettet“ hat? Ihr glaubt den Scheiß wirklich? Ihr glaubt wirklich, dass rein zufällig zu Beginn des Wahlkampfes vom CDU-geführten Innenministerium eine Richtlinie erlassen wird, die direkt ins Herz der meisten Sauerländer trifft: den Schützenvogel? Und dann kommt der Schwarze Ritter von und zu Sensburg angeritten, steigt von seinem Ross und kämpft mit aller Kraft für unseren Schützenvogel?

Wenn das wirklich nicht als Wahlkampfaktion geplant gewesen sein soll, dann muss die nun ehemalige Regierung ja ein extrem unorganisierter Haufen gewesen sein, bei dem der Innenminister nicht weiß was er tut, wenn er über ein wichtiges Kulturgut einer der Hochburgen der CDU bestimmt. Also Gesetze erlassen will, ohne auch nur irgendwie Ahnung vom Thema zu haben.

Oder wählt ihr ihn für seine homophobe und Menschen verachtende Einstellung?

Ach, es ist bestimmt, weil er ja „Einer von uns“ ist und sich immer total bürgernah zeigt. Schließlich besucht er ja nicht nur diverse Firmen, sondern kann auch gut mit Kindern – aus vertrauenswürdiger Quelle weiß ich, dass er lediglich wenige Minuten, quasi nur für das Foto anwesend war.

Ich könnte echt kotzen. Ist euch wirklich so egal, wer das Hochsauerland im Bundestag vertritt?

Nunja, jetzt habt ihr nicht nur den gewählt, sondern auch die CDU. Warum? Weil sie so schön verfassungskonforme Gesetze macht? Ach nee, wahrscheinlich weil ihr die Wackelpudding-Angie so toll findet. Und damit verbunden der gehaltvolle Wahlkampf der CDU. Ich verstehe es wirklich nicht.

Es müssen wohl die tollen letzten 4 Jahre gewesen sein.

4 Jahre Schwarz-Gelb – eine Erfolgsgeschichte

Mit eurer Stimme für die CDU habt ihr euch also gegen einen Mindestlohn, Gleichberechtigung, Inklusion, freie Bildung und soziale Gerechtigkeit entschieden. Stattdessen habt ihr den Überwachungsstaat und eine Politik für Firmen und gegen Bürger gewählt.

Vermutlich, weil es euch selber ja gut geht damit. Ihr seid nicht auf die Hilfe anderer angewiesen. Euch geht es ja gut.

Ekelhaft!

Da kann man euch fast nur wünschen, dass ihr mal auf Hartz IV angewiesen seid. Oder mit einem Stundenlohn von 4,50€ auskommen müsst. Das kann schneller passieren, als man denkt. Und dann bin ich mal gespannt.

Doch all das ekelt mich nicht einmal halb so viel an, wie 1,3% für die NPD, 0,2% für REP, 4,7% für AfD, 0,2% für pro Deutschland, also 2.779.003 Stimmen für rechte Spacken!

Naja, jetzt ist die Wahl halt gelaufen und es bleibt nur zu hoffen, dass es schon bald neue Wahlen gibt.

Bis dahin werde ich mich endlich mit der Politik beschäftigen, die mir Spaß macht: Kommunalpolitik. Am 25. Mai 2014 werden Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte und Bezirksvertretungen gewählt.

Das ist es, was ich machen will. Hier vor Ort etwas bewegen. Selbst wenn es am Ende vielleicht nur dazu reicht, den Menschen Politik etwas näher zu bringen. Durch Transparenz und einen neuen, ehrlichen Politikstil. Und vielleicht kann ich ja noch ein paar Ziele mehr umsetzen.

Und dafür werde ich mir den Arsch aufreißen.

Scheiße verdammt, jetzt erst recht!

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23. August 2013

Ich bin raus!

Sorry Leute, aber ich bin raus. Raus aus diesem Wahlkampf. Zumindest erst einmal. Ich muss einfach die Reißleine ziehen.

Warum? Aus Selbstschutz.

Ich merke immer mehr, wie ich alleine bei dem Gedanken an Wahlkampf schlechte Laune bekomme. Und wie ich mich immer weiter da hinein steigere.

Obwohl ich in letzter Zeit immer wieder versucht habe möglichst viel Ausgleich durch Aktivitäten mit Freunden oder Sport zu schaffen, hat es am Ende nur eins bewirkt: mein Kalender wird immer voller und ich schaffe kaum alles auf die Reihe zu bekommen. Dadurch habe ich meist nicht das geschafft, was ich wollte, was mir Spaß gemacht hätte.

Und Spaß ist auch ein wichtiger Faktor. Denn den habe ich auch am Wahlkampf verloren.

Jede freie Minute nutzen, um Dinge von A nach B und später wieder nach A zu fahren, weil sie kurz darauf in C gebraucht werden, sich pausenlos über fehlende, mangelhafte oder verspätete Lieferungen ärgern… das sind nur 2 der Dinge, die mich einfach zu sehr geschlaucht haben in den letzten Tagen und Wochen. Physisch und psychisch.

Das kann ich so nicht mehr.

Aber keine Angst, ich werde mich nicht völlig von meinen Aufgaben als Büropirat zurückziehen. Verwaltung und so werde ich auch weiterhin machen. Aber eben im Hintergrund. Nicht mehr auf der Straße.

So werde ich mich weiter damit herumärgern dürfen, dass wir in unserer Landesgeschäftsstelle noch immer kein Internet haben und auch noch immer kein Vertrag mit einem Stromanbieter unserer Wahl abgeschlossen wurde. Mal sehen, wie oft da noch die Verantwortung innerhalb des Landesvorstands und der Partei hin und her geschoben wird.

Aber ich werde mich nicht mehr damit herumärgern, dass Lieferungen nur sporadisch kommen (auch wenn das wohl irgendwie am Hersteller/Händler liegt). Oder dass NRW meint im Wahlkampf eine Extrawurst machen zu müssen und so unsere ganze Vorarbeit (zum Beispiel Auswahl und Anzahl der Streumittel und Plakate) für die Katz ist.

Ich werde morgen noch einen letzten Infostand in Winterberg machen und anschließend die Materialien wieder zur LGS zurück fahren. Und das erledigen, was ich bereits zugesagt hatte: die Plakatierung in Brilon. Aber dann war es das.

Und dann werde ich mich erst wieder um den Wahlkampf zur Kommunalwahl 2014 kümmern. Denn dann werden wir hier endlich mit unseren eigenen Inhalten punkten können. Und unsere eigene Strategie fahren. Ohne 5 Tage vorher zu erfahren, dass der Wahlkampf-Bus der Partei vorbei kommt und wir uns doch um alles kümmern sollten. Oder mich über den ganzen Rest ärgern.

Es wird einfach Zeit die eigenen Prioritäten wieder richtig zu setzen.

Und vielleicht werden so auch ein paar bisher inaktive Mitglieder wachgerüttelt und helfen zukünftig auch noch mit. Denn wenn die Arbeit durch mehr Leute getragen wird, wird sie auch einfacher.

23. Juli 2013

Urheberrecht auf Schnarchen

Ich glaube, ich muss eigentlich nicht mehr erwähnen, dass das Urheberrecht heutzutage einfach nicht mehr aktuell ist und dringendst überarbeitet gehört. Ein gutes Beispiel dafür ist mir gerad eben begegnet:

Auf schleckysilberstein.com fand ich gerade den Artikel „Wie klingt eigentlich ein schnarchendes Küken?“ Ja, das wüsste ich auch gerne. Also doch mal direkt das beigefügte YouTube-Video starten. Aber Moment mal…

"Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Snoring Dormouse nicht mehr verfügbar."

„Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Snoring Dormouse nicht mehr verfügbar.“

Ah ja… Urheberrechtsanspruch… Wurde das Video also geklaut? Keineswegs. Denn wenn man mal nach „Snoring Dormouse“ sucht, findet man (an erster Stelle) dieses Video:

Das Schnarchen einer Haselmaus (oder auch Siebenschläfer) ist also scheinbar urheberrechtlich geschützt. Na dann passt mal lieber auf, dass euch nachts niemand zuhört. Wer weiß, ob die Maus nicht sogar Mitglied bei der GEMA ist?

3. Juli 2013

Stell dir mal vor…

Stell dir mal vor, da kommt jemand und erzählt dir, dass dein angeblich bester Freund dir hinterherspioniert, heimlich deine Mails, SMSen und sonstige Nachrichten liest, sich deine privaten Bilder ansieht und all das auch noch abspeichert, um es vielleicht mal gegen dich zu verwenden.
Aber nicht nur, dass er es behauptet. Er kann es sogar beweisen. Schließlich hat er für ihn gearbeitet und so alles direkt miterlebt.
Wahrscheinlich würdest du sagen, dass das Quatsch sei und nicht stimmen könne und den Menschen wegschicken.
Doch er war nicht der erste, der dir das gesagt hat. Und wenn du dir die Beweise ansiehst, wird dir klar, dass es kein Quatsch war. Und noch mehr: Nicht nur du, sondern auch deine anderen Freunde wurden von ihm hintergangen!
Du willst deinen Freund also zur Rede stellen. Doch der blockt ab. Bestreitet alles. Und selbst wenn, es sei ja „nicht so schlimm“.
Dann hörst du, dass dein angeblich bester Freund, diesem „Verräter“ kräftig die Fresse polieren will.
Was würdest du tun?
Würdest du der Person, die deinetwegen ihren sicheren und gut bezahlten Job aufgegeben hat, helfen und beschützen? Oder würdest du dich zwar über die „Spionage“ lautstark empören, aber dann doch weiter machen wie bisher, mit deinem besten Freund einen trinken gehen und so tun als wäre nichts gewesen?

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9. März 2013

„Piraten wirken nicht!“

Immer wieder höre und lese ich darüber, wie sinnlos doch die Piratenpartei sei und dass sie doch wirklungslos sei. Wir streiten nur, zerfetzen uns gegenseitig und haben inhaltlich nichts zu bieten.

Doch wenn man sich einmal genauer umsieht und über den Rand der BILD hinaus denkt, kann man die vielen Veränderungen sehen, die in den letzten Jahren durch die Piratenpartei passiert sind.

Ein paar Beispiele:

Vor wenigen Tagen habe ich die CeBIT besucht. Dort war auch ein Stand der NRW-Landesregierung. Und was war dort zu sehen? Werbung für den Bürgerhaushalt Münster. Ein Projekt, dass durch einen Antrag der Piratenpartei Münster entstanden ist und auch unter anderem von den dortigen Piraten betreut wird.

Ich zusammen mit  @_einstein_ auf der CeBIT 2013. Im Hintergrund das Logo des Bürgerhaushalts Münster.

Ich zusammen mit @_einstein_ auf der CeBIT 2013. Im Hintergrund das Logo des Bürgerhaushalts Münster.

Am gleichen Stand lagen auch noch Flyer zum #opennrw, einem Forum für „Digitale Bürgerbeteiligung“. Nicht nur, dass die Landesregierung die Veranstaltung mit einem Hashtag benennt, wie es bei piratigen Veranstaltungen ja irgendwie üblich ist, auf der Rückseite des Flyers findet man plötzlich auch noch ungewohnt bekannte Begriffe: Transparenz, Beteiligung und Zusammenarbeit.

#opennrw-Flyer, Rückseite

#opennrw-Flyer, Rückseite

Man könnte meinen, da hätte jemand ins Grundprogramm der Piraten geschaut.

Ein weiteres Beispiel aus meiner eigenen Umgebung:
Vor ein paar Wochen wurde im Landtag eine von den HSK-Piraten in Zusammenarbeit mit MdL Robert Stein entstandene Kleine Anfrage zum Thema Veramed-Klinik in Meschede-Olpe eingereicht.
Die Veramed-Klinik ist seit 2009 geschlossen und seit dem wurde mehrmals eingebrochen und Patientenakten entwendet. Als dies bekannt wurde, fragten sich alle, was mit den Akten geschehen soll und vor allem, wer dafür verantwortlich ist. Um hier endlich Klarheit zu schaffen und die Landesregierung aufzurütteln, stellten wir die Kleine Anfrage.

Fragen

  1. Inwieweit sieht sich die Landesregierung in der Pflicht die verbliebenen Akten zu bergen?
  2. Wer ist aus Sicht der Landesregierung für die sichere Aufbewahrung der Akten zuständig?
  3. Wann wird die Landesregierung eine Bergung der Akten veranlassen?
  4. Welche Sicherungsmaßnahmen wird die Landesregierung ergreifen bis zur Bergung der verbliebenen Akten?
  5. Warum wurde durch den Landesdatenschutzbeauftragten trotz des Wissens, dass bereits Akten entwendet wurden, keine Sicherstellung der Akten angeordnet?

Die Fragen 1-4 wurden im üblichen Beamtendeutsch „beantwortet“. Oder besser gesagt, die Schuld wurde einfach weiter gegeben. Frage 5 wurde dagegen scheinbar einfach ignoriert.

Allerdings ist kurz nach Eingang dieser Kleinen Anfrage etwas passiert: die Akten wurden endlich gesichert.

Vielleicht war das nur Zufall, aber da man bis dahin jahrelang nichts getan hatte (die Sache mit den Akten war bereits seit Jahren in der Presse zu lesen) außer sich zu Runden Tischen zu treffen, glaube ich schon, dass wir da jemanden angestachelt haben.

Zumindest waren die Piraten und die Sauerländer Bürgerliste die einzigen Parteien, die sich des Themas angenommen haben und (jeweils mit dein zur Verfügung stehenden Mitteln) die Aufklärung und Sicherung voran getrieben haben.

Es gibt noch viel mehr Beispiele dafür, dass die Piratenpartei wichtig ist und ihre Forderungen Beachtung finden. Diese werden unter piraten-wirken.de gesammelt.

5. Januar 2013

Repost: „Was spricht eigentlich gegen Schwarz-Gelb-Grün-Orange im HSK?“

Da ich die Frage auch sehr interessant finde und mich die Meinungen der anderen Parteien dazu auch sehr interessieren würden, verbreite ich den Artikel „Kleine Frage in die Runde: Was spricht eigentlich gegen Schwarz-Gelb-Grün-Orange im HSK?“ von ZOOM mal zusätzlich hier:

Die Westfalenpost hat Ende Dezember einen FDP-Nachwuchspolitiker porträtiert. In dem Artikel heißt es unter anderem:

“Die Arnsberger JuLi’s haben Kontakt zur Jungen Union, seit kurzem aber auch zu den Arnsberger „Piraten“ und den jungen „Grünen“. Oft nämlich sind die Ziele gleich.”

Zwischen den Jahren reifte nach dieser Lektüre folgende Frage:

Was spricht eigentlich gegen  ”Schwarz-Gelb-Grün-Orange” im HSK? Oder weiter zugespitzt:

Könnte sich nicht ein einigermaßen aufgeschlossener CDU-Politiker, gar eine CDU-Politikerin, mit dem Programm der Piraten im Hochsauerland anfreunden?

Das Programm der HSK-Piraten kann man hier nachlesen.

Welche Punkte könnte ein CDU-ler/eine CDU-lerin nicht unterschreiben?

Welche Punkte könnte ein/e Grüne/r  nicht unterschreiben?

Welche Punkte könnte ein FDP-ler/eine FDP-lerin nicht unterschreiben?

Welche Punkte könnte ein SPD-ler/eine SPD-lerin nicht unterschreiben?

Welche Punkte könnte ein Mitglied von der Linken nicht unterschreiben?

Aus Piraten-Sicht kann ich sagen: Für Gespräche sind wir immer offen, solange es mit unseren Grundsätzen vereinbar ist.

14. Mai 2012

_D_A_N_K_E_

Es ist an der Zeit Danke zu sagen:

Danke für die Hilfe.

Danke für Unterstützung.

Danke für die Gespräche.

Danke für’s Aufstehen.

Danke für’s Wählen gehen. (Und zwar an ALLE Wähler, nicht nur die Piraten-Wähler!)

Danke für 7%.

Danke, dass ich damit der Kandidat mit den drittmeisten Stimmen bin.

Danke, dass keine rechte Partei über 1% gekommen ist.

Danke HSK!

Und nach Brilon-Wald: DANKE für sagenhafte 23,5%!

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16. März 2012

Ich werde 20 € für ein großes Plakat der Piratenpartei in Brilon spenden, wenn 10 andere Menschen das Gleiche tun.

Ich möchte euch bitten mich hier zu unterstützen. Wenn nicht aktiv, dann doch bitte durch Weitersagen. Danke!

Pledge “PlakatfuerBrilon”

„Ich werde 20 € für ein großes Plakat der Piratenpartei in Brilon spenden, wenn 10 andere Menschen das Gleiche tun.“

— Florian Otto, Mitglied der Piratenpartei (Kontakt)

Letzter Termin, um dieses Versprechen zu unterschreiben31. März 2012
0 Leute haben unterschrieben, 10 mehr werden noch benötigt

Land: Deutschland

Nähere Angaben
Zur Neuwahl des Landtags NRW gibt es die Möglichkeit der Piratenpartei ein Großplakat in deiner Stadt zu spenden. Oder besser gesagt die Kosten dafür.
In Brilon kostet ein Plakat an interessanter Stelle (Hauptverkehrsstraße und zentrumsnah) 221,34€.
Für mich alleine ist das zu viel, aber wenn 10 weitere Personen jeweils 20€ geben, bin ich gerne bereit die fehlenden 21,34€ zu spenden.

Weitere Informationen zur Aktion:
https://plakate.piratenpartei.de/plakats…
PLZ: 59929
Standort: Altenbürener Str. 11
http://www.adgemini.de/bilder/222/059580…

Fragen beantworte ich gerne auf Twitter:
http://twitter.com/c2h5oh1

Link: http://www.de.pledgebank.com/PlakatfuerBrilon

Das Plakat:

16. März 2012

Ich bin ein untypischer Pirat!

Ich bin untypisch!

Ich bin Mitglied der Piratenpartei. Ein „typischer“ Pirat ist laut Medien männlich, IT-Berufler, gegen Hochzeiten, absolut gegen Schützenvereine und wohnt in einer Groß- oder zumindest Studentenstadt.

Das bin ich nicht. Ok, ich bin männlich. Das war’s aber auch schon.

Ich habe keinen technischen Beruf, ich bin Holzbearbeitungsmechaniker. Ich arbeite also in der produzierenden Industrie. Dieser Zweig wird in der Umfrage des Kegelklubs noch nicht einmal aufgeführt. Ich habe zwar großes Interesse an Computern und Technik, allerdings nur als Hobby. Wer an Piraten denkt – also im politischen Sinn ;) – der denkt wahrscheinlich an einen „Nerd“, der den ganzen Tag vor dem PC arbeitet. Das bin ich nicht.

Als Julia Schramm ihre Verlobung mit Fabio Reinhardt bekannt gegeben hat, gab es einen Aufschrei – vor allem aus Berlin. Hochzeiten seien ja total veraltet und unmodern. Als ich das gelesen habe, wusste ich nicht mehr, ob ich lachen oder mich fremdschämen soll. Was bitte soll an Hochzeiten veraltet sein? Ist es falsch sich auf diese Art zu zeigen, dass man sich liebt? Meiner Meinung nach, soll das jede(r) selbst entscheiden und wer sich zu diesem (hoffentlich mit gehörigem Respekt durchdachten) Schritt entscheidet, dem sollte man gratulieren.

„Schützenvereine, die Wurzel alles Bösen, in Haufen betrunkener Waffennarren, ewig Gestrige, ein Verein für Homophobiker und Frauenfeindliche.“ Glaubt man den Vorurteilen der Blöd-„Zeitung“ und einiger Großstadt-Piraten, sollte ich nicht nur als Pirat einen großen Bogen um Schützenvereine machen. Mache ich aber nicht. Nicht nur, dass ich sein 10 Jahren Mitglied bin, seit kurzem bin ich sogar im Vorstand. Denn für mich bedeutet der Schützenverein vor allem Gemeinschaft, Spaß und Heimat. Natürlich gefällt mir nicht alles. Den Beschluss, dass homosexuelle Könige nicht neben ihrem Partner marschieren dürfen verurteile ich zum Beispiel total. Aber dieser Beschluss ist ja auch nur für bestimmte Vereine eines Verbands. Mein Verein hat damit zum Beispiel nichts zu tun. (Und ich würde mich auch definitiv dagegen einsetzen!)

Ich wohne nicht in Berlin, Köln oder Aachen, ich wohne im Sauerland. Und damit in einem Kreis, in dem bis auf wenige Ausnahmen die Rathäuser nur von CDU und SPD besetzt sind. Hier bin ich nicht einer von vielen, bin nicht Teil einer großen Gruppe. Hier kann ich nicht mit einer großen Gruppe arbeiten, hier muss ich locker mal 100 km fahren, um mich mit anderen Piraten zu treffen.

Und doch sehe ich mich als Pirat. Denn den „typischen Piraten“ gibt es einfach nicht. Und das ist das schöne und zugleich schwierige an dieser Partei – jedes Mitglied ist ein Individuum und hat gleich viel zu sagen. Das macht es zwar schwierig ein Parteiprogramm und ähnliches zu verabschieden, aber das ist eben das Prinzip der Piratenpartei: echte Demokratie.

Und da ich genau das möchte, bin ich irgendwie doch wieder ein typischer Pirat.

22. Februar 2012

Piraten im HSK, oder: alles wie am Anfang

Diesen Beitrag schrieb Daniel Wagner vor kurzem auf aOneStone. Er beschreibt darin recht gut, mit welchen Problemen die Mitglieder der Piratenpartei im Hochsauerland zur Zeit zu kämpfen haben:

Es ist erfreulich, dass wir hier im HSK von vielen Bürgerinnen und Bürgern Rückhalt für unsere Arbeit bekommen. Dennoch möchte ich einmal auf die Schwierigkeiten eingehen, die wir mit der Piratenpartei im Hochsauerlandkreis haben.

Die Piratenpartei im Hochsauerlandkreis existiert nur als sehr loser Verband. Es gibt einen Stammtisch und eine Crew, beide Institutionen betrieben von der gleichen Stammmannschaft aus drei Personen.Das heißt aber nicht, dass diese “Losigkeit” (so will ich es jetzt einmal nennen) nicht gewollt ist. Piraten machen Politik eben anders.

Man erwartet von uns, dass wir uns inhaltlich mit den täglichen Problemen des Hochsauerlandkreises auseinander setzen. Das versuchen wir auch zu tun, aber mit drei Personen, die die Piratenpolitik als Hobby betreiben nebenher die Schule besuchen oder arbeiten gehen, eine fast unlösbare Aufgabe. Noch bevor man etwas Vernünftiges ausgearbeitet hat, gibt es hierzu einen Beschluss und neue Themen kommen auf den Tisch.

Der Hochsauerlandkreis ist der größte Kreis in Nordrhein-Westfalen. Mit einer Stammmannschaft im Westen des Kreises schon schwierig den östlicher gelegenen Teil zu erreichen. Aber dort wird es bald einen Wanderstammtisch für geben.

Es werden teilweise enorme Erwartungen in uns gesteckt (Gedächtniszitat: “Ihr habt euch ja gar nicht zur Sekundarschule geäußert.”), die wir (noch) nicht erreichen können. Zur Sekundarschulenbildung in Arnsberg möchte ich auch nur etwas sagen, wenn die Basis darüber abgestimmt hat. Dennoch finde ich es schön, dass es Leute gibt, die in der Piratenpartei allgemein den Schwung zu einem neuen Verständnis der Demokratie sehen.

Und dann müssen wir uns ja auch noch intern sortieren, Stammtische und Kreismitgliederversammlungen organisieren, auf die Straße gehen und Infostände betreiben. Aber wir sind da und man wird uns bemerken. Gemäß dem Motto: “Klarmachen zum Ändern”.

Da ich ja selber im HSK wohne, kann ich diese Erfahrungen nur bestätigen. Vor allem die zu überwindenen Entfernungen sind hier ein großes Problem, denn schließlich ist erstreckt sich der HSK nicht nur über eine große Fläche, sondern beinhaltet auch nur mittelgroße Städte, wobei Arnsberg mit 74.000 Einwohnern (laut Wikipedia) noch die mit Abstand größte Stadt ist.

Andere Piraten findet man also in der Regel nicht mal eben um die Ecke.

Als ich vor einem halben Jahr aus Hildesheim wieder zurück ins Sauerland gezogen bin, habe ich lange Zeit sogar gedacht das einzige Mitglied der Piratenpartei im Sauerland zu sein. Dank Twitter traf ich dann aber zunächst auf die Piraten in Soest und kurz darauf auf Daniel.

Das Problem ist aber weiterhin die Entfernung; für ein Treffen mit den Arnsberger Piraten müsste ich mal eben knapp 50km fahren – pro Strecke! Daher findet die Kommunikation zZt. hauptsächlich elektronisch statt.

Die Erfahrung, dass man viel Rückhalt aus der Bevölkerung bekommt, kann ich hier in Brilon leider nicht bestätigen. Höchstens von jüngeren Bürgern. Von älteren wird man meist entweder schief angesehen oder belächelt. Und da viele junge Leute (für Studium, Beruf etc.) zumindest zeitweise aus Brilon wegziehen, steht man in erster Linie alten, konservativ wählenden Menschen gegenüber, denen es lieber ist, wenn alles so bleibt, wie es ist, und die von Dingen wie ACTA, INDECT und anderen Sachen noch nie etwas gehört haben, da die örtliche CDU und SPD kein Interesse zu haben scheinen ihre Wähler (und andere Bürger) zu informieren.

Daniel hat dies mal in einem anderen Artikel so beschrieben:

[…]das größte Problem ist die Transparenz – Sie existiert faktisch so gut wie nicht. Die CDU lässt sich beim Spielen nicht in die Karten schauen und das macht mir persönlich Sorgen.
Auch habe ich die Sorge, dass die Bürger gar nicht mehr wissen, wer hier was macht und wofür.

Beispiel: In meiner Heimatstadt Arnsberg gibt es keinen Ausschuss für Bürgerbeteiligung, es gibt keine Möglichkeit dem Rat sein Anliegen vorzutragen.

Pressestelle der Stadt Arnsberg am 30.01.2011 auf meine Anfrage hin:

“(…) einen eigenen Ausschuss für Bürgerbeteiligung gibt es in Arnsberg nicht.
Nach der Gemeindeordnung (§ 58 Abs.1 Satz 3 GO NRW) können Fragestunden für Einwohner in die Tagesordnung aufgenommen werden, wenn Einzelheiten hierüber in der Geschäftsordnung geregelt sind. Bisher ist in der Stadt Arnsberg auf ein Fragerecht von Einwohnern verzichtet worden, die Sitzungen finden prinzipiell öffentlich statt. (…)”

Lediglich die Möglichkeit mein Anliegen einer Fraktion vorzutragen existiert. Doch was, wenn ich mich von keiner Fraktion im Rat vertreten fühle? Gefühlt gibt es da weder Opposition noch Regierung. Wie läuft das denn in den anderen Städten im Kreis (Würde mich da gerne über eine Rückmeldung freuen)?[…]

Auch für mich ist die Briloner Lokalpolitik bisher noch sehr undurchsichtig und die Zeit sich dort hineinzuarbeiten fehlt mir leider. Daher müssen sich erst einmal Leute finden, die das Bundesprogramm unterstützen. Danach kann man auch hier vor Ort über Lokalpolitik nachdenken.
Im Prinzip herrschen hier also noch Zustände wie kurz nach der Gründung der Piratenpartei, aber davon lasse ich mich nicht unterkriegen, denn mit den richtigen Waffen, kann auch ein einzelner Pirat ein ganzes Schiff kapern! ;)

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