Posts tagged ‘Party’

13. Februar 2012

The DJ’s Guide to Nightlife

2 Many DJs (Stephen and David Dewaele / Soulwa...

Image via Wikipedia

Ich habe mir mal gedacht, dass The Bartender’s Guide To Nightlife mal eine kleine Ergänzung zu Punkt 14 braucht.

1. Unter gar keinen Umständen wirst du irgendetwas, das dem DJ oder zu den Sachen mit denen er arbeitet gehört anfassen, so lange er es dir nicht ausdrücklich erlaubt. Diese Sachen sind meist recht teuer, empfindlich und/oder mit viel Mühe und Sorgfalt zusammengestellt.
Ebenso wenig wirst du dein Getränk in dir Nähe dieser Sachen bringen. Dein Vodka-RedBull auf dem Mischpult wird nicht nur deinem Portmonee weh tun.
Du wirst auch nicht fragen, ob du „einmal scratchen“ darfst. Niemals!

2. Ein DJ ist keine Jukebox! Du darfst dir in den meisten Fällen ruhig etwas wünschen, jedoch nur, wenn du a) dies freundlich tust, b) es nicht zu häufig tust und c) dein Musikwunsch der musikalischen Ausrichtung des Events entspricht. Erwarte jedoch nicht, dass er jeden deiner Wünsche erfüllen kann. Oder will. Musik kostet Geld und nur weil du zu hause eine 5 Terrabyte große Festplatte mit Musik von 1763 bis nächste Woche von YouTube-Videos geript hast, bedeutet das noch lange nicht, dass der DJ alles haben muss, was du hören willst.

3. Ein DJ ist auch kein wandelndes Musiklexikon. Die meisten zumindest. Nicht jeder kann wissen welches Lied und in welcher Version REM 1987 auf genau dem Konzert, das du besucht hast als erstes gespielt haben.

4. Ein DJ ist kein Hellseher! „Spiel mal die Musik, die meine Kinder hören“ ist daher kein legitimer Wunsch.

5. Bei „Topless DJanes“ gibt es eine Grundregel: Gucken ist erlaubt, anfassen nicht. Und wenn doch, dann bist du wahrscheinlich nicht in der Disco, sondern im Bordell.

6. RTFM! Oder in diesem Fall: lies den verdammten Flyer! Soll heißen: informier dich verdammt nochmal vorher, welche Musik gespielt wird. Wenn dir die Musikrichtung nicht gefällt, geh nicht hin oder leb damit.
Und nerv den DJ gefälligst nicht mit HipHop auf einer Techno-Party!

7. DJs sind in der Regel nicht arrogant, sie sind konzentriert oder genervt. Wenn ein DJ nicht auf dich reagiert oder dir eine schnippische Antwort gibt, hast du entweder etwas ziemlich dämliches gesagt/gefragt oder er hat gerade einfach keine Zeit. Einen verpatzten Übergang bemerkt fast jeder im Raum, ein verspätetes Getränk an der Theke – weil die Servicekraft sich gerade unterhält bzw. eine Frage beantwortet oder ähnliches – dagegen nur wenige.

8. Nur weil ein DJ seine Musik auf einem USB-Medium o.ä. hat, bedeutet das noch lange nicht, dass du dir den mal ausleihen darfst um dir die Musik zu kopieren! (Ja, wirklich erlebt!) Wie gesagt: Musik ist teuer, auch mp3s machen da keine Ausnahme.

9. DJs, die ein vorher aufgenommenes Set im Naddel-Stil als „live“ präsentieren, sind keine DJs und gehören gnadenlos ausgepfiffen! Auch diejenigen, die solche „DJs“ bewusst buchen, sollten sich den ganzen Abend in die Ecke stellen und anschließend die Tanzfläche mit der eigenen Zunge säubern.

 

Diese Liste ist mit Sicherheit noch nicht vollständig. Über eure Erweiterungen würde ich mich daher sehr freuen. Einsendungen bitte an ethan (at ) ethanmusic.de. Beiträge werden auf Wunsch natürlich mit Namen und ggf. Link versehen.
Gruß,
c2h5oh aka. Ethan 

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11. Mai 2011

Schüler sollen für Begriff „Abi-Party“ zahlen

Ihr meint das Marken- und Patentrecht ist schon ok, wie es ist? Wirklich? Dann ab auf die Stille Treppe und ne Runde schämen!

Warum hier endlich eine Überholung notwendig ist, zeigt ein Fall aus Kassel, bei dem die Veranstalter einer Abi-Party für die Nutzung des Begriffs „ABI“ zahlen sollten.

Stellt euch vor ihr veranstaltet wie gewohnt und seit Jahren (wenn nicht gar Jahrzehnten) in Oberstufen üblich eure Abi-Party und sollt plötzlich dafür bezahlen, dass ihr sie so nennt. Und das nur, weil sich jemand den Begriff „ABI“ hat schützen lassen. Ein Begriff, der nicht nur üblich ist, sondern auch zum normalen Sprachgebrauch zählt.

Ich muss dabei immer an Dagobert Duck denken, der sich in einer Folge der Ducktales überlegt Luft zu patentieren.

Bildquelle: Piratenpartei Hessen
15. April 2011

The Bartender’s Guide To Nightlife

Dieser Text ist nicht nur – wie ich aus meiner Erfahrung sowohl vor, als auch hinter der Theke und hinterm Mischpult sagen kann – komplett richtig, er ist auch so gut, dass ein reiner Hinweis auf die Quelle viel zu wenig wäre. Dieser Text MUSS möglichst oft verbreitet werden!

Text: manic

Kopfschmerzen und Veilchen vermeiden:

1: Niemals, unter keinen Umständen, hinter die Theke gehen. Es gibt keinen Grund, hinter die Theke zu gehen, aber es zu tun, ist Grund genug, Hausverbot zu kriegen.

2: Niemals, unter keinen Umständen, über die Theke greifen. Barkeeper sind empfindliche Wesen, die ungehalten reagieren, wenn die natürliche Barriere zwischen ihnen und den Gästen überwunden wird. Vor allen Dingen: niemals in den Eiskübel greifen. Das Eis wird in die Getränke der anderen Gäste getan. Diese werden nicht begeistert sein, wenn vorher ein betrunkenes Arschloch mit seinen Patschefingern darin rumwühlt. Nach allem anderen, einem Stift, Bierdeckeln, extra Eis, Zitrone, einem Strohhalm oder Streichhölzern, kann man fragen und wird es mit Sicherheit bekommen.

3: Der Trick, in einem übervollen Laden bedient zu werden: An die Theke gehen, Blickkontakt zum Barkeeper aufnehmen, warten. Nicht winken. Es kann gut sein, das einfach zurück gewunken und ansonsten ignoriert wird. Auf gar keinen Fall pfeifen, Servicekräfte sind keine Hunde. Oh und Servicekräfte sind auch keine Stripper, also nicht mit Geldscheinen wedeln. Im schlimmsten Fall wird der Barkeeper den Geldschein nehmen, in die Kasse tun, sich artig bedanken und niemals eine Bestellung aufnehmen.

4: Bevor man bestellt, nachsehen, ob man genug Geld hat. Geld in der Hand haben, wenn man seinen Drink bekommt.

5: Niemals den Servicekräften sagen, wie sie ihren Job zu erledigen haben. („Hey, Mann, ich muss dir sagen, es gehört sich nicht, mit ’ner Kippe in der Hand auf ’nen Gast zuzugehen!“ – „Kein Problem, dann rauche ich erst auf.“ *Gast winkt meinem Kollegen zu, ich gehe hin* „Bitte.“ „Ey, der Typ soll ARBEITEN, nicht rauchen!“ „Und wer bist du, sein Chef?“ „Ne…ein Gast!“ „Das dachte ich mir, ICH bin nämlich seine Chefin, und er hat Pause.“ *gehe wieder. Keine Bestellung aufgenommen.“ „Ey, in Sambucca gehören DREI Kaffeebohnen!“ *Mein Chef wirft ihm DREI abgezählte Kaffeebohnen in’s Gesicht*)

6: Ein Longdrink ist ein Mixgetränk das aus zwei Zutaten, einem hochprozentigen Alkohol und einem Softdrink oder Saft, besteht. Ein Whiskey Soda ist ein Longdrink, ein Whiskey Sour ist ein Cocktail. Ein Bacardi Cola ist ein Longdrink, ein Cuba Libre ist ein Cocktail. „Ein Longdrink bitte.“ ist keine Bestellung, mit der ein Barkeeper etwas anfangen kann. Es wird höchstwahrscheinlich eine große Auswahl an Longdrinks geben. Eine Happy Hour auf Longdrinks gilt nicht für Cuba Libre, der kostet nach wie vor 6,50. Und wenn man Prosecco will, Prosecco bestellen. Nicht Sekt.

7: Es heißt „Zwei Bier, bitte.“ Nicht „Zwei Bier.“

8: Wenn das Licht angeht, müsst ihr gehen. Auch wenn ihr Stammgäste seid. Auch wenn andere Stammgäste noch in der Lounge sitzen bleiben und den Türsteher per Handschlag verabschieden. Diese Stammgäste sind offensichtlich mit dem Personal befreundet und bleiben nach Feierabend noch auf ein Bier. Vielleicht geht einer von ihnen sogar noch mit der Barkeeperin nach Hause und legt sie flach – IHR NICHT.

9: Beschwerden über das Servicepersonal sind an der Theke oder beim Chef abzugeben. Im Regelfall ist der Chef NICHT der Veranstalter, der DJ, der Türsteher, die Garderobiere oder die Kassendame. Diese können nichts tun, wenn der Barkeeper gemein zu euch war, sie werden nur genervt sein.

10: Wenn ihr der festen Überzeugung seid, einen Zwanziger gegeben zu haben, aber Wechselgeld auf einen Fünfer gekriegt zu haben, und der Barkeeper der festen Überzeugung ist, einen Fünfer bekommen zu haben und korrektes Wechselgeld gegeben zu haben, hat der Barkeeper wahrscheinlich Recht. Und zwar, weil er mehrmals wöchentlich in diesem schummrigen Licht Geldscheine annimmt und nach einem System einordnet, und mehr Alkohol verträgt als ihr. Solltet ihr trotzdem überzeugt von eurem Recht zu sein, ist eure einzige Chance, mehr Geld zurückzubekommen, sehr freundlich mit genau dem Barkeeper, der euch bedient hat, zu diskutieren. Wenn ihr verlangt den Thekenchef, Schichtleiter oder Geschäftsführer zu sprechen, wird dieser in 99% der Fälle hinter seinem Angestellten stehen und euch einen Scheißdreck geben.

11: „Nein“ heißt „Nein.“ Wenn das Licht schon an ist und ihr nur noch zwei Beck’s für den Weg nach Hause wollt, und der Barkeeper sagt „Nein.“ bringt auch die Geschichte, dass euer bester Freund aus Ecuador das erste Mal seit fünf Jahren in Deutschland ist, nichts.

12: „Nur noch Kölsch und Flaschenbier.“ heißt „Nur noch Kölsch und Flaschenbier.“ „Och bitte, nur noch EIN Gin Tonic…ich geb’ dir auch Trinkgeld….och hab’ dich nicht so“…..NEIN.

13: Beim Bestellung nicht das Personal anfassen. Nicht nach dem Namen fragen. Ihr kennt euch nicht, ihr steht in keiner Beziehung zueinander.

14: Getränke beim Barkeeper, Musik beim DJ. DJs sind meist arrogant, aber auch Servicekräfte. Allerdings: The DJ’s not a Jukebox – übertreibt es nicht.

16: Mit dem Erhalt des Getränkes und des Wechselgeldes ist die Transaktion zwischen Gast und Servicekraft rechtlich gesehen abgeschlossen – der Barkeeper trägt keine Verantwortung für gestohlene oder umgeschmissene Getränke. Passt gefälligst selber auf.

17: Wie schleppt man die Barkeeper ab? Männliche Barkeeper sind Männer und genauso zu behandeln. Nur sind sie Männer, denen ständig tief dekollierte Oberkörper in’s Gesicht gehalten werden, man muss also ein wenig kreativer sein. Oder Schnaps ausgeben. Weibliche Barkeeper sind meist wirklich schwer zu kriegen. Wenn sie arrogant und abweisend wirkt und weder auf’s Getränke ausgeben noch auf vermeintlich „flotte Sprüche“ reagiert ist eure einzige Chance, den Geschäftsführer anzusprechen. Der Geschäftsführer ist der stark tättowierte Mittdreißiger, der mit einem Riesendrink hinter der Theke steht, aber niemanden bedient. Er ist als einziger im ganzen Laden wirklich ernsthaft an Kundenbindung interessiert, und wird sich, solange ihr kein offensichtliches Riesenarschloch seid, auf ein Gespräch einlassen. Beim dritten freundlichen Gespräch kann man schon mal darum bitten, der Barkeeperin vorgestellt zu werden.

18: Man muss in Clubs kein Trinkgeld geben, aber es ist sehr nett, aufzurunden. Fünf Cent Trinkgeld sind arrogant und werden wahrscheinlich nicht angenommen worden.

19: Tricks, um eine wirklich lange Nacht zu überleben: Ab ca. Zwei Uhr sollte man keine stark koffeinierten Getränke mehr zu sich nehmen, sofern man irgendwann schlafen will. Bei Trunkenheit und leichter Übelkeit Tomatensaft bestellen und salzen – beruhigt den Magen, sättigt, reguliert Elektrolyte- und Flüssigkeitshaushalt. Bei einem Alkohol bleiben – wer Wodka Red Bull trinkt, sollte auch bei Schnapsrunden Wodka trinken. Wasser hilft bei starker Trunkenheit besser als Cola. Die Erklärung dafür habe ich vergessen, aber versprochen, es ist nicht nur ein Erfahrungswert. Nicht zuviel Säure zu sich nehmen. Getränke wie Jägermeister Banane werden euch zwangsläufig ein zweites Mal begegnen, aber wenn ihr meint, das trinken zu müssen…. Kotzt bitte vor der Tür. Danke. Zwischendurch mal setzen. Erdnüsse essen. An die frische Luft gehen. Und die Eroberung für die Nacht am besten vor drei Uhr morgens klar machen – danach gibt’s nur noch Ausschussware.

20: IMMER genug Geld für ein Taxi dabei haben. Und auf die Handtasche aufpassen.

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8. November 2010

Das “Diät – Party Verhältnis” – die Antwort

Ok, Yvonne hat ein neues Blog. Was bis vor kurzem noch Housemaedchen.de war, ist nun blondundschlau.de. Als zweiter Artikel (wobei mir der erste Artikel „Shampoo Einkauf“ schon recht bekannt vorkommt ;) ) kann man dort nun „Das “Diät – Party Verhältnis”“ lesen, ein Text über die Kalorien, die frau an einem normalen Party-Wochenende zu sich nimmt.

Da die Kommentar-Funktion leider noch nicht funktioniert, antworte ich nun hier:

Klar, an einem solchen Wochenende kommen natürlich eine Menge Kalorien zusammen, allerdings hast du in deiner Rechnung die Gegenseite ganz vergessen. Du verlierst dabei auch Kalorien. Selbst wenn du dich nicht bewegst, verlierst du im Sitzen schon 22 Kcal pro 15 Minuten (alle Angaben gehen von 70 Kilo Körpergewicht aus), was also aus deinen 1.200 Kcal in 6 Stunden schon 804 Kcal macht. Aber du wirst ja nicht die ganze Zeit sitzen, also gehen wir den Abend mal durch:

21:00 Treffen zum Vorglühen: Um da hin zu kommen musst du entweder laufen (30 min: 126 Kcal) oder mit dem Auto fahren (15 min: 26 Kcal). Wenn das Teffen bei dir ist, wirst du stattdessen wahrscheinlich Aufräumen (30 min: 136 Kcal) müssen. Die Fahrten vorher um einzukaufen lasse ich mal weg. Wenn ihr dann vortrinkt verbraucht ihr auch schon Kalorien (sitzen, 60 min: 88 Kcal; zum Verbrauch beim Reden hab ich leider nichts gefunden ;) ).
22:30 Fahrt zur Disco: Je nach dem, wie ihr zur Disco kommt und wie weit es weg ist, verbraucht ihr zwischen 22 und 252 Kalorien. Dort angekommen müsst ihr idR. erst einmal warten (stehen, 15min: 26 Kcal). Drinnen findet ihr vielleicht noch einen Tisch an den ihr euch setzen oder stellen könnt (s.o.). Aber ihr steht ja nicht die ganze Zeit herum. Ihr werdet natürlich auch tanzen (30 min: 142 Kcal) gehen.
5:00 Anstellen an der Dönerbude und essen (siehe stehen bzw. sitzen). Anschließend: Heimweg (siehe Hinweg)
6:00 Wenn der Abend erfolgreich war gibt es jetzt noch den größten Kalorien-Killer: SEX! (aktiv, 45 min (kürzer rechne ich garnicht erst): 252 Kcal; passiv (lol), 45 min: 114 Kcal) Selbst liegen verbraucht Kalorien (60 min: 52 Kcal). Je nach Alkoholpegel kommt evtl. noch die besonders schnelle Entfernung der Kalorien dazu (möchte ich jetzt nicht genauer drauf eingehen ;) ).

So, jetzt kannst du dir noch ausrechnen, wie viele  Kalorien du dann wieder verbrauchst. Natürlich verbrauchst du wahrscheinlich nicht die ganzen 1.200, aber eine Menge wird wohl schon davon abgehen. Deshalb: Feier einfach härter, lass so richtig die Sau raus, dann ist das alles schon nicht mehr so schlimm.

 

Die Zahlen habe ich vom Kalorien-Rechner auf novafeel.de – ich garantiere für nichts. Und ist doch alles nur Spaß! :)

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