Posts tagged ‘Hildesheim’

17. Mai 2011

Warum ich gerne mit der Bahn fahre

Ja, haltet mich ruhig für bekloppt. Vor 2 Jahren, als ein Freund in der FH eine Präsentation mit dem gleichen Thema hielt, habe ich das auch von ihm gedacht.

Damals hatte ich auch noch ein Auto und bin meist damit die 180km von Hildesheim ins Sauerland gefahren. Einfach, weil es mir bequemer schien.

Doch irgendwann begann ich zu rechnen: Ich habe eine Bahncard50, die mich dank des Studiums nur die Hälfte kostet, und fahre in Niedersachsen mit dem Semesterticket (welches so oder so bezahlt werden muss) im Nahverkehr gratis. Für das restliche Stück in NRW muss ich (seit der letzten Preiserhöhung) 11,30€ zahlen.

Als ich das letzte Mal (bei einem Spritpreis von ca. 1,30€) nachgerechnet habe, hat mich eine Fahrt mit dem Auto ca. 20,-€ gekostet.

Fixkosten, wie die Bahncard und Steuern/Versicherung habe ich bei beiden mal raus gelassen. Die zahle ich ja so oder so.

Ich fing also an, das Auto für die Strecke nur noch zu nutzen, wenn ich etwas großes zu transportieren hatte. Dabei sind mir die weiteren Vorteile aufgefallen:

  • Ich muss mich nicht mehr über den Verkehr ärgern
  • Ich versuche nicht mit Hängen und würgen 10 weitere Minuten auf der Strecke raus zu holen
  • Ich kassiere keine Strafzettel
  • Ich kann während der Fahrt lesen
  • Ich kann während der Fahrt twittern
  • Ich kann während der Fahrt bloggen

Doch der größte Vorteil war, dass ich, selbst wenn ich am Tag davor so richtig einen gehabt habe, mich einfach in den Zug setzen konnte und keine Angst haben musste erwischt zu werden oder gegen einen Baum oder noch schlimmer einen Menschen zu fahren. Damit habe ich höchstens die Leute gestört, die direkt in Riech-Weite saßen.

Und entgegen aller Erwartungen, habe ich bis auf eine patzige olle Kuh an Weihnachten bisher noch nie mit unfreundlichem Bahnpersonal zu tun gehabt. Ganz im Gegenteil, wenn man ihnen mit einem freundlichem Lächeln begegnet und sich an die Regeln hält (ein Ticket besitzen, sich im Zug benehmen etc.) hält, bekommt man fast immer auch ein Lächeln zurück. Die Leute machen schließlich auch nur ihren Job und freuen sich auch, wenn man sich nicht wie ein totaler Vollhonk benimmt.

Ok, ok. Ihr werdet jetzt nach den Nachteilen fragen. Die gibt es natürlich auch. Vielen wird jetzt die Unpünktlichkeit einfallen. Aber wenn ihr mal überlegt, welche Zeitschwankungen beim Autofahren auftreten können, kann man die „normalen“ Verspätungen, die meist nur 5-10 Minuten betragen, getrost vernachlässigen.

Ich habe bisher erst ein einziges Mal eine ernsthafte Verspätung gehabt: Weihnachten 2010. Und das war auch nur, weil ein Baum auf der Strecke lag. War ärgerlich, natürlich, hätte aber auch mit dem Auto passieren können.

Ein echter Nachteil ist dagegen der schwierige Transport von Gegenständen etc. Das ist halt so, da muss man dann mit leben. Transport kostet halt. Aber man gewöhnt sich dran.

Die meisten Nachteile ergeben sich in der Regel nicht durch die Bahn selber, sondern durch die Leute und das drum herum. Ein Getränke-Automat, der einen regelmäßig verarschen will ist so eine Sache.

Die Leute, die da mit einem fahren, sind da eine andere Sache. Wenn man einen Zug zu den Stoßzeiten erwischt hat, kann es schon mal ungemütlich werden. Das wird es aber auch auf der Straße. Auf meiner Strecke habe ich nur selten stehen müssen. Meist habe ich sogar 4 Plätze für mich. :)

Dann sind hin und wieder auch mal Leute dabei, bei denen man über Gewalt nachdenkt oder „fremdschämen“ noch untertrieben ist. Wer sich aber nachmittags RTL oder gar RTL 2 (dort gilt das für den ganzen Tag) ansieht, darf sich über die light Version im Zug nicht beschweren. Und manchmal ist es auch einfach lustig, wenn da jemand mit EdHary-Pulli und Asiletten sitzt.

Man kann aber auch sehr nette Leute kennen lernen. Dabei gilt das gleiche, wie beim Bahn-Personal: Immer freundlich sein, dann sind sie auch zu dir freundlich. :)

Wenn man sich also erst einmal daran gewöhnt hat, ist die Bahn gar nicht mehr so schlimm. Ich glaube, ich werde sie sogar fast vermissen, wenn ich demnächst nur noch sehr selten damit fahre.

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24. November 2010

Der Winter ist da!

Meine Mutter hat mir eine MMS geschickt. Wohl eher um mich zu ärgern, als mich zu informieren. Hier in Hildesheim ist es nämlich noch nicht so schön weiß, sondern einfach nur kalt und nass.

Schnee im Sauerland

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22. November 2010

Ich habe mehr Angst…

…vor den glatten, ungeschobenen Gehwegen im Hildesheimer Winter, als vor Terrorismus!

Zeigt auch ihr den Terroristen & Politikern, dass ihr keine Angst habt und geht auf wirhabenkeineangst.de. Denn die größte Gefahr geht nicht von den Anschlägen aus, sondern von der Panik drum herum. Wer also Angst zulässt, lässt den Terror (lat. für Furcht) gewinnen.

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30. Oktober 2010

Nordstadt bei Nacht

Spontan mit dem Handy festgehalten: Die Hildesheimer Nordstadt bei Nacht.

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8. Oktober 2010

Mitbringsel aus der Heimat

Am Wochenende fahre ich mal wieder in die Heimat. Und das schönste daran ist, dass ich fast nie mit lehren Händen wieder nach Hildesheim fahren muss – Mama sei dank!
Diesmal freue ich mich ganz besonders, denn nachdem ich nun über 2 Jahre hier nach einem Bäcker gesucht habe, der ein ähnlich gutes Brot wie der, der zuhause jeden Dienstag vorgefahren kommt bäckt, habe ich die Suche nun aufgegeben und meine Mutter beauftragt mir ein solches Brot zu holen.

Manch einer wird sich jetzt denken „es ist nur ein Brot“, was auch richtig ist, es ist sogar nur ein Graubrot. Also eigentlich nichts besonderes. Aber es schmeckt nicht nur gut, es ist auch schön lange haltbar – ohne künstliche Konservierungsstoffe! Während ich hier schon des öfteren erleben durfte, wie ein Brot schon nach wenigen Tagen schimmelig oder viel zu trocken wurde, hat es dieses Brot bisher noch nie solche Probleme gemacht. Auch nach einer Woche hat es noch nie einen grünen Schimmer gehabt. Wie lange es wirklich haltbar ist konnte ich noch nie testen – spätestens nach einer Woche war es aufgegessen.

Es wird auch nicht wirklich alt, denn wenn es mal nicht mehr so frisch und locker ist, wie am ersten Tag, schmeißt man es einfach kurz in den Toaster und hat – zack – eine Scheibe Brot, die wie frisch gebacken schmeckt. Kann es was schöneres geben? ;)

Ach ja, auch einfrieren ist kein Problem, es schmeckt danach immer noch frisch.

Jetzt hab ich Hunger bekommen… erstmal ein Brot schmieren. :)

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5. September 2010

Das wurde auch Zeit!

Hildesheim. Bosch-Ingenierue wollen eine neue Software entwickeln, um intelligentere Ampeln bauen zu können: Es soll weniger Staus und sinnlose Rotphasen geben, wodurch auch der CO2-Ausstoß der Autos verringert werden könnte. Nun nehmen die Entwickler mit Kameras eine Kreuzung ins Visier, um Daten zu sammeln.

Wer mal mit dem Auto durch das komplett grüne-Welle-resistente Hildesheim gefahren ist wird sich bei diesem Artikel nur denken „Das wurde auch Zeit!“

Allerdings dachte ich, dass es solche oder zumindest ähnliche Systeme schon längst gibt… Egal, hauptsache jemand tut mal was gegen die permanente rote Welle!

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5. Juni 2010

Naziaufmarsch in Hildesheimer Nordstadt – Fotos & Videos

So, hier mal zusammengefasst meine Fotos und Videos der Spackendemo in Hildesheim am 5. Juni 2010. Die Videos sind wegen Adrenalins ein wenig verwackelt, sry!

Mein Lieblingsspruch: „Wer Deutschland nicht liebt soll Deutschland verlassen!“ – dann geht doch, es hält euch keiner auf!

http://twitvid.com/PRCF4

http://twitvid.com/UBUKQ

//Update: Dank headda22 gibt es die Videos jetzt auch zusammengeschnitten bei youtube! Danke dafür!

Übrigens: Bei den Faschos waren’s ca. 550-600 Leute, bei der Gegendemo in der Innenstadt waren ca. 2500 anwesend, laut der HAZ sogar 4000! Die Gescheiten sind also in der Überzahl.

17. Mai 2010

„Freiwilliger“ Drogentest

Im aktuellen Kehrwieder (eine wöchentlich veröffentlichte regionale Zeitung für den Raum Hildesheim) gab es einen interessanten Bericht:

Nordstemmer Schulleitung alarmiert Polizei – und sorgt für politischen Protest
Wirbel um Drogentests an der Marienbergschule
(jan) Nordstemmen. Eine gemeinsame Aktion von Schulleitung, Landesschulbehörde und Polizei sorgt für Wirbel im Kultusministerium und im Landtag: Zivilbeamte testeten in der vergangenen Woche an der Nordstemmer Marienbergschule Schüler auf Drogenkonsum, holten die Jugendlichen für Urintests aus dem Unterricht. Landespolitiker von SPD, Grünen und Linken bewerten die Aktion kritisch, befürchten Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte der Jugendlichen. Christa Reichwaldt von den Linken erklärt, Schulleiter Friedel Reinecke habe seine Kompetenzen überschritten, und fordert eine Diskussion in den Fachausschüssen des Landtags. Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) will sich nun persönlich über die Details der Drogenkontrolle informieren lassen.
Die morgendliche Aktion am vergangenen Montag war nicht nur mit der Schulleitung abgesprochen – Schulleiter Friedel Reinecke selbst hatte die Polizei um Hilfe gebeten, einem schwerwiegenden Verdacht auf den Grund zu gehen. Seit einiger Zeit hatte es Gerüchte gegeben, Cannabisdealer wollten die Haupt- und Realschule im großen Stil für ihre Geschäfte nutzen und ihren Absatzmarkt unter Schülern vergrößern. Ermittlungen im Umkreis der Schule ergaben keine konkreten Hinweise, der Verdacht aber blieb. So entschied sich die Schulleitung in Absprache mit dem Kollegium und der Landesschulbehörde, den Vorschlag der Sarstedter Polizei anzunehmen: Zivilbeamte sollten zufällig ausgewählte Schüler auf Drogenkonsum testen, um einen Eindruck vom Missbrauch an der Schule zu bekommen.

So fischten die Polizisten schließlich 29 der insgesamt 435 Schüler heraus, die meisten zufällig – einige aber auch wegen eines nicht näher begründeten Verdachts – und testeten deren Urin auf Drogen.  Einige Schüler weigerten sich. Konkrete Zahlen nannte Sarstedts Polizeichef Hans Müller anschließend nicht, aber die Zahl der positiven Drogenbefunde soll sehr gering gewesen sein. Müller zeigte sich anschließend aber alles andere als beruhigt. Im Gespräch mit dem KEHRWIEDER sagte er: „Der Anfangsverdacht hat sich bestätigt. Es gibt da ein Problem an der Schule.“ Einwände, dass es vermutlich an jeder Schule mehrere Schüler gebe, die Cannabis konsumieren, will Müller nicht gelten lassen – die sei eher besorgniserregend, auf keinen Fall ein Grund zur Beruhigung. Er schließe auch weitere Kontrollen nicht aus, erklärte der Sarstedter Polizeichef.

Konkrete Hinweise auf Dealernetzwerke hat die Aktion nicht gebracht, die Beamten ermitteln nun bei den ertappten Schülern weiter: Woher stammen die Drogen, wann haben sie sie genommen, wie lange nehmen sie sie schon? Besorgt zeigte sich Müller über die Tatsache, dass an der Marienbergschule offensichtlich schon Zwölfjährige Drogen konsumieren. Er appelliert an die Eltern, ihrer  Fürsorgepflicht nachzukommen. „Dort liegt in erster Linie der Erziehungsauftrag. Es gibt leider eine Verlagerungstendenz dahin, dass Erziehungsaufgaben immer öfter von den Schulen übernommen werden müssen und letztlich die Polizei eingreifen muss.
Der Schulleiter der Marienbergschule will nun intensive Gespräche mit den Eltern führen und mit ihnen zusammen Ideen sammeln, wie Schule und Eltern gemeinsam noch mehr für die Drogenprävention tun können. Er verteidigt die Aktion als „mutig“ und hält sie nach wie vor für richtig. Mehr darf er nicht sagen: Aufgeschreckt durch den Wirbel im Landtag hat die Landesschulbehörde das Auskunftsrecht an sich gezogen.

Quelle: http://www.kehrwieder-verlag.de/epaper/20100516/pdf/0516_Kewi_HP_08.pdf

Noch interessanter ist ein Bericht eines Betroffenen, der sich geweigert hat an diesem (rechtlich wohl sehr bedenklichen) Test teilzunehmen:

An dem besagten morgen kam ich wie gewöhnlich in die Schule. Alles war normal. Wir hatten regulären Unterricht in unseren Räumlichkeiten. In der 3. Stunde kam mit einem mal ein Herr der Polizei Sarstedt mit dem Schulleiter in unseren Klassenraum. Er bat 3 Leute aus meiner Klasse hinaus, ohne Nennung von Gründen. Er hatte uns zufällig ausgewählt. Draußen wurde uns unter Beisein des Jugendamts, der Polizei und des Schulleiters erklärt das wir eine Urinprobe abgeben sollen um auf Drogenkonsum zu testen. Ich weigerte mich, da ich nicht einsah wieso ich mein Urin ohne Verdacht abgeben solle. Der Schulleiter erklärte mir unter Beisein der Polizei sofort was das für folgen hat. Meine Eltern sollten informiert werden, desweiteren wurde mir gesagt das die Polizei und die Lehrer jetzt ein Auge auf mich haben würden.

(Hervorhebung von mir)

Hoffentlich wird diesem Verhalten des Schulleiters und der Polizei bald schon ein Riegel vorgeschoben. Denn wenn ein Verdacht schon dazu aussreicht die Persönlichkeitsrechte anderer zu untermauern kann ja demnächst jeder einfach mal die Wohnung seines (ungeliebten) Nachbarn wegen eines „Verdachts“ von der Polizei durchsuchen lassen.

Neben der Reaktionen der im Landtag vertretenen Parteien wird übrigens auch bei der Piratenpartei über eine angemessene Reaktion beraten. Hierzu in den nächsten Tagen mehr.

Update: RTL Niedersachsen hat über die Aktion berichtet: http://www.rtlregional.de/player.php?id=10748 Ich persönlich finde es erschreckend, wie wenig sich die interviewten Schüler & Eltern über Persönlichkeitsrechte Gedanken machen!

19. November 2009

18V Türstopper



Im Rahmen einer Ausstellung an der FH Hildesheim, genauer an der Fakultät Gestaltung, in der Design- & Kunstobjekte der Studenten gezeigt werden, ist mir ein Designobjekt ganz besonders aufgefallen:


Endlich mal Kunst, die wirklich alltagstauglich ist.
Leider war der Name des Designers/Künstlers nicht vermerkt.

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