Archive for Dezember, 2012

28. Dezember 2012

Bildpost: It’s a turd world

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14. Dezember 2012

Bildpost: Verschneite Schützenhalle

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11. Dezember 2012

Bilderpost: Brilon im Winter

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3. Dezember 2012

B)rilon-Wald

Was :Düsseldorf kann, kann B)rilon-Wald doch viel besser!

b)rilon-wald

2. Dezember 2012

Der Winter ist da!

Endlich hat es geschneit. Und da ich sowieso durch Brilon laufen musste, habe ich mir spontan meine Kamera geschnappt und ein wenig rumgespielt.

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1. Dezember 2012

Hyperaktivitätsschub

Wieder mal habe ich so einen Schub. Ich laufe wie wild umher, suche nach Beschäftigung, nach Ablenkung. Irgendetwas.
Aber ich finde nichts. Die Maschine läuft, alles ist geölt und auch sonst kann ich nur da stehen und hin und wieder einen Knopf drücken.
Ich müsste eigentlich die ganze Zeit aufpassen und konzentriert sein, denn wenn einmal etwas nicht funktioniert, kann direkt viel kaputt gehen. Aber ich schaffe es nicht immer. Manchmal fliegen die Gedanken in meinem Kopf hin und her wie ausgediente Satelliten im Weltall. Genau so unkontrolliert.
Meine Hände wollen schon wieder nicht still halten. Sie flattern wie wild umher, müssen alles anfassen, immer nur ganz kurz. Mal hier kratzen, mal da zurecht rücken. Als hätte ich sie nicht unter Kontrolle.
Ich schaue auf mein Handy. Facebook, Twitter, Google+. Keine neuen Nachrichten.
Noch 45 Minuten bis Feierabend.
Wenn ich es mal schaffe meine Handy ruhig zu halten, fängt gleich mein Unterkiefer an zu einem imaginären Lied das Schlagzeug zu spielen.
Es ist wieder so eine Situation, in der ich ausrasten könnte. Heulen könnte. Einfach nicht mehr weiter weiß.
Dies ist das erste mal, dass ich so deutlich beschrieben kann, was in mir vorgeht. Warum weiß ich selber nicht. Es sprudelt gerade einfach so aus mir raus.
Am Dienstag habe ich endlich einen Termin beim Arzt. Ich möchte endlich wissen, was mit mir los ist. Und vor allem, was ich dagegen tun kann.
Denn es wird immer schlimmer. Früher war es nicht so. In der Schule konnte ich gut aufpassen, in der Grundschule war ich sogar einer der Klassenbesten. Erst später, im Gymnasium, da wurde es langsam schwerer. Dem Unterricht konnte ich irgendwann nicht mehr folgen, weil mich irgendein Gedanke ablenkte. Lange Texte zu lesen wurde immer schwieriger, manche Passagen musste ich 3 oder 4 mal lesen, weil ich im Kopf zwischendurch eine ganz andere Abfahrt genommen habe.
Noch 30 Minuten bis Feierabend.
Ich bekomme fast Panik, fast wie bei Platzangst. Mein Arbeitsplatz kommt mir immer kleiner vor. Wie ein Tiger laufe ich in meinem „Käfig“ auf und ab.
Meist kann ich mich und meine Hände damit beschäftigen meinen Zollstock hoch zu werfen, in der Luft zu drehen und wieder aufzufangen. Dabei kann ich mich dann auch auf meine Arbeit konzentrieren. Aber das reicht gerade nicht aus. Meine Hände wollen den Zollstock kaum eine Minute in der Hand lassen.
Ich versuche mich durch tiefe Atembewegungen zu beruhigen. Das hilft auch. Für etwa 2 Minuten. Dann wollen meine Beine wieder los. Egal wohin, einfach laufen. Ich weiß jetzt schon, dass ich nachher wieder humpeln muss. Weil ich mir die Hacken wund gelaufen habe.
Ich glaube so schlimm wie heute war es noch nie.
Ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen und meine Finger wollen mir zwischenzeitlich gar nicht mehr gehorchen. Flattern wie wild umher. Trommeln auf allem rum. Bleiben nicht still. Obwohl sie schon weh tun.
Ich will hier raus. Nein, ich muss hier raus.
Mein Job ist an und für sich ja ganz ok, aber dies sind so Momente, in denen ich mich nicht nur auf den Feierabend freue, sondern ihn regelrecht herbei sehne. Momente, in denen ich mich auf den Arztbesuch freue. Momente, in denen ich alles zulassen würde, damit das aufhört.
Nach dem, was ich bisher so gelesen habe, leide ich wohl unter ADHS. Aber bisher habe ich mich nur mit den Symptomen beschäftigt und nicht mit der Behandlung. Durch einen Bericht über Christopher Lauer weiß ich, dass es Medikamente gibt. Ich bin eigentlich kein Fan von Tabletten, Spritzen und Co, nehme sie nur, wenn nötig. Doch in Momenten wie diesem, würde ich echt alles tun.
Noch 15 Minuten bis Feierabend.
Jetzt kann ich wenigstens etwas tun. Die Maschinen abschalten, die Leistung von heute notieren und alles für die Kollegen am Montag vorbereiten. Und dann geht es endlich nach Hause. Ich werde wohl noch etwas fernsehen. Bis mein Körper und meine Gedanken sich wieder beruhigt haben. Hoffentlich dauert das heute nicht so lange.

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