The DJ’s Guide to Nightlife

2 Many DJs (Stephen and David Dewaele / Soulwa...

Image via Wikipedia

Ich habe mir mal gedacht, dass The Bartender’s Guide To Nightlife mal eine kleine Ergänzung zu Punkt 14 braucht.

1. Unter gar keinen Umständen wirst du irgendetwas, das dem DJ oder zu den Sachen mit denen er arbeitet gehört anfassen, so lange er es dir nicht ausdrücklich erlaubt. Diese Sachen sind meist recht teuer, empfindlich und/oder mit viel Mühe und Sorgfalt zusammengestellt.
Ebenso wenig wirst du dein Getränk in dir Nähe dieser Sachen bringen. Dein Vodka-RedBull auf dem Mischpult wird nicht nur deinem Portmonee weh tun.
Du wirst auch nicht fragen, ob du „einmal scratchen“ darfst. Niemals!

2. Ein DJ ist keine Jukebox! Du darfst dir in den meisten Fällen ruhig etwas wünschen, jedoch nur, wenn du a) dies freundlich tust, b) es nicht zu häufig tust und c) dein Musikwunsch der musikalischen Ausrichtung des Events entspricht. Erwarte jedoch nicht, dass er jeden deiner Wünsche erfüllen kann. Oder will. Musik kostet Geld und nur weil du zu hause eine 5 Terrabyte große Festplatte mit Musik von 1763 bis nächste Woche von YouTube-Videos geript hast, bedeutet das noch lange nicht, dass der DJ alles haben muss, was du hören willst.

3. Ein DJ ist auch kein wandelndes Musiklexikon. Die meisten zumindest. Nicht jeder kann wissen welches Lied und in welcher Version REM 1987 auf genau dem Konzert, das du besucht hast als erstes gespielt haben.

4. Ein DJ ist kein Hellseher! „Spiel mal die Musik, die meine Kinder hören“ ist daher kein legitimer Wunsch.

5. Bei „Topless DJanes“ gibt es eine Grundregel: Gucken ist erlaubt, anfassen nicht. Und wenn doch, dann bist du wahrscheinlich nicht in der Disco, sondern im Bordell.

6. RTFM! Oder in diesem Fall: lies den verdammten Flyer! Soll heißen: informier dich verdammt nochmal vorher, welche Musik gespielt wird. Wenn dir die Musikrichtung nicht gefällt, geh nicht hin oder leb damit.
Und nerv den DJ gefälligst nicht mit HipHop auf einer Techno-Party!

7. DJs sind in der Regel nicht arrogant, sie sind konzentriert oder genervt. Wenn ein DJ nicht auf dich reagiert oder dir eine schnippische Antwort gibt, hast du entweder etwas ziemlich dämliches gesagt/gefragt oder er hat gerade einfach keine Zeit. Einen verpatzten Übergang bemerkt fast jeder im Raum, ein verspätetes Getränk an der Theke – weil die Servicekraft sich gerade unterhält bzw. eine Frage beantwortet oder ähnliches – dagegen nur wenige.

8. Nur weil ein DJ seine Musik auf einem USB-Medium o.ä. hat, bedeutet das noch lange nicht, dass du dir den mal ausleihen darfst um dir die Musik zu kopieren! (Ja, wirklich erlebt!) Wie gesagt: Musik ist teuer, auch mp3s machen da keine Ausnahme.

9. DJs, die ein vorher aufgenommenes Set im Naddel-Stil als „live“ präsentieren, sind keine DJs und gehören gnadenlos ausgepfiffen! Auch diejenigen, die solche „DJs“ bewusst buchen, sollten sich den ganzen Abend in die Ecke stellen und anschließend die Tanzfläche mit der eigenen Zunge säubern.

 

Diese Liste ist mit Sicherheit noch nicht vollständig. Über eure Erweiterungen würde ich mich daher sehr freuen. Einsendungen bitte an ethan (at ) ethanmusic.de. Beiträge werden auf Wunsch natürlich mit Namen und ggf. Link versehen.
Gruß,
c2h5oh aka. Ethan 

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9 Responses to “The DJ’s Guide to Nightlife”

  1. Wenn ich solche naivne DJ’s wie hier beschrieben hätte, würden die nur einmal zur Party kommen.

  2. Aus der Seele gesprochen, was aber noch fehlt sind die betrunkenen Vollpfosten die sich innerhalb von 30 Minuten 5x den selben Song wünschen, obwohl Du Ihn vor einer Stunde schon mal gespielt hast, Ihm dies auch erklärst und Du dann folgende antworten als DJ erhältst: 1. War gerade auf dem Klo/rauchen, 2.Hab es ned gehört oder 3. Spiel doch noch mal das „original“ – Alter ich geb Dir gleich original… ;) *lol* (Live immer wieder erlebt)

  3. Punktlandung! Aber total! Besonders cool sind auch die Schlumpf Schlaubis, die erwarten, daß man seine 100.000 Titel auf Vinyl mitschleppt weil nur das wahres DJing sei! ;-)

  4. DJ spiel mal „Nossa“ …

  5. Am Besten fand ich noch letzte Woche:
    „Ey Dj, wenn du nicht spielst was ich will, dann mopp ich dich auf Facebook“

    Da waren wieder Leute unterwegs… ;)

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